Nächster Schritt zur Mobilitätswende: Uniklinik stellt 400 neue Fahrradbügel auf

Der Weg zur Arbeit soll klimaschonend sein, aber auch einfach und ökonomisch – da sind sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uniklinik RWTH Aachen einig. Wer eine umweltfreundliche und gleichermaßen gesundheitsfördernde Fortbewegung schätzt, der kommt vorzugsweise mit dem Rad. Damit die Anreise aber nicht an zu wenigen Abstellmöglichkeiten für den Drahtesel scheitert, hat die Uniklinik nun 400 neue Stellplätze mit Fahrradbügeln eingerichtet.

Rund 350 neue Fahrradbügel vom Typ Beta XXL sind nun links vor dem Haupteingang installiert, die bisherigen Fahrradständer am rechten Rand des Vorplatzes wurden ebenfalls erneuert. Hinzu kommen weitere 32 Bügel am Eingang B6. Mit dem Aufstellen der Ständer entspricht die Uniklinik dem Wunsch vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bereits im letzten Jahr wurden die Beschäftigten im Rahmen einer Umfrage zu ihrem Verhalten und ihren Wünschen zum Thema Mobilität befragt. 31 Prozent der Befragten gaben an, der Arbeitsweg sei schlicht zu weit, um ihn mit dem Fahrrad anzutreten. Das bedeutet aber auch, 69 Prozent könnten es theoretisch tun. Doch nur 9 Prozent nutzen das Fahrrad tatsächlich regelmäßig für den Weg zur Arbeit. „Damit stehen wir vor der Aufgabe, die Anfahrt mit dem Fahrrad attraktiver zu machen“, sagt Peter Asché, Kaufmännischer Direktor der Uniklinik RWTH Aachen. „Mit den neuen Stellplätzen ist nun der erste Schritt getan, mit dem wir auch ein Signal für die Mobilitätswende senden.“

Nach einer Machbarkeitsstudie durch die ukafacilities GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Uniklinik RWTH Aachen, die die Optionen zur Aufstellung von Fahrradstellplätzen aufzeigte, musste während der Planung auch die Denkmalpflege eingebunden werden. So war es aus Gründen des Denkmalschutzes beispielsweise nicht möglich, die Fahrradständer rund um den Brunnen auf dem Vorplatz aufzustellen.

Weitere Maßnahmen in Planung

Für die Zukunft ist in Sachen fahrradfreundliche Uniklinik noch mehr geplant: Mit der Fertigstellung des OP-Neubaus soll es auch ein Fahrrad-Parkhaus mit 800 überdachten Stellplätzen geben. Eine weitere Maßnahme, die Mobilitätswende auch in der Uniklinik zu meistern, wurde bereits vor einigen Jahren eingeführt: Mit dem UKA-Ticket nehmen rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Angebot war, verbilligt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die Uniklinik fördert die Tickets mit derzeit 250.000 Euro im Jahr. Für den einzelnen bedeutet dies eine Übernahme von derzeit 50 Prozent, maximal 44 Euro des Ticketpreises pro Monat.