Wohlfühlatmosphäre in der Praxis

Wie wichtig ein Zuhause ist, in dem wir uns wohlfühlen, haben wir im vergangenen Jahr alle deutlich gespürt. Aber was ist mit dem Arbeitsplatz? Schließlich halten wir uns dort die meiste Zeit des Tages auf. Wir geben Tipps, wie Sie die Arztpraxis mit ein paar Kniffen optisch auf Vordermann bringen  können. Davon profitieren nicht nur Sie als MFA oder ZFA, sondern auch Ihre Patientinnen und Patienten.

Ein Arztbesuch ist nicht für wenige Patientinnen und Patienten mit Angst und Aufregung verbunden. Mit einem freundlichen Lächeln, netten Worten und ein wenig Zuspruch kann man bereits viele Sorgen mildern. Doch auch eine angenehme Atmosphäre im Empfangs- und Wartebereich und in den Behandlungsräumen ist von Bedeutung. Denn das zeigt: Sie liegen uns am Herzen. Wir möchten, dass Sie sich bei uns wohlfühlen – soweit dies bei einem Arztbesuch eben möglich ist.

 

Ordnung ist das halbe Leben!

Zerfledderte Magazine auf den Tischen und auf dem Boden, Chaos am Empfang und im Behandlungsraum? Das sollte nicht sein. Eine aufgeräumte Praxis ist das A und O. Sie steht für Professionalität und gute Organisation.
 

Bitte nehmen Sie Platz!

Wenn alles nach Plan läuft, sitzen die Patienten in der Regel nicht stundenlang auf dem Wartezimmerstuhl. Aber 30 Minuten können sich wie Kaugummi ziehen, wenn der Stuhl extrem unbequem ist. Eine Couch ist zwar gemütlich, aber ältere Patienten kommen manchmal nicht mehr hoch. Außerdem nimmt sie meist viel Platz weg und ist nicht so leicht sauber zu halten. Besser geeignet sind gepolsterte Stühle mit hoher Rückenlehne und einer Armlehne. Darauf können sich ältere Menschen prima abstützen. Für beleibte Menschen kann eine Armlehne einengend sein, daher sollten Sie auf jeden Fall zwei Varianten an Stühlen anbieten. Wichtig: Die Kids nicht vergessen. Kinderstühle und eine kleine Spielecke zeigen: Auch ihr seid willkommen! Eine ausreichend große Garderobe, Wasserspender und Mülleimer für Einwegbecher sowie ein Zeitschriftenregal sollten ebenfalls für den Wartebereich eingeplant werden.
 

Es werde Licht!

Tageslicht ist immer besser als künstliches Licht. Hängen Sie Fenster daher nicht mit schweren Gardinen zu und sorgen Sie, insbesondere in den dunklen Wintermonaten, für ausreichend Beleuchtung.
 

Lassen Sie Farben wirken!

Weiß wirkt clean, weil es Sauberkeit und Hygiene ausstrahlt? Richtig. Aber ein paar Farbtupfer können wahre Wunder wirken. Gelb zum Beispiel steht für Optimismus und lässt kleine Räume größer wirken, Blau und Grün hingegen wirken entspannend. Überlegen Sie sich, was für Ihre Patientinnen und Patienten am besten passen könnte. Das hängt nicht zuletzt von der Fachrichtung ab: Beim Zahnarzt ist eine beruhigende Wirkung sinnvoll, die Kleinen mögen es beim Kinderarzt gerne etwas bunter und fröhlicher. Wichtig: Das Farbkonzept sollte einheitlich sein.
 

Wieder mehr Lametta!

Es weihnachtet? Dann gibt es doch nichts Schöneres als einen großen Adventskranz, natürlich mit LED-Kerzen oder einer Lichterkette. Und auch sonst ist Dekoration – in Maßen, versteht sich – gern gesehen. Eine getöpferte Figur, abstrakte Kunst oder ein Landschaftsbild? Alles ist erlaubt, solange es sich ins Gesamtkonzept einfügt und auf die Zielgruppe der Praxis zugeschnitten ist. Vielleicht möchten Sie auch einmal einer Künstlerin oder einem Künstler die Gelegenheit geben, drei bis vier Werke in der Praxis aufzuhängen, die verkauft werden dürfen? Das bringt Pepp in die Praxis und sorgt optisch für Abwechslung!
 

Lasst Blumen sprechen!

Pflanzen sorgen für eine angenehme und freundliche Stimmung in der Praxis. Außerdem schaffen sie ein gutes Raumklima. Am besten bestimmen Sie in regelmäßigen Abständen jemanden, der die Blumen gießt, damit Sie lange Freude an ihnen haben.

 

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